+++ Tötung eines Obdachlosen in Reinickendorf +++ Netzwerk Reinickendorf Aktiv fordert Aufklärung +++

Das Netzwerk „Reinickendorf Aktiv für Demokratie und Vielfalt“ veröffentlichte ein Statement zum Fall des im April nahe der Lindauer Allee getöteten Mannes.

„Am 9. April 2025 wurde ein obdachloser Mann in Reinickendorf auf offener Straße getötet. Zuvor war es laut Medienberichten zu einem Konflikt zwischen ihm und anderen Besucher:innen einer Bäckerei gekommen. Kurz darauf wurden in einigen Kommentaren unter einem Zeitungsartikel rassistische Beiträge veröffentlicht, die die Tat guthießen.

Die Gewalttat hat nicht nur die Kinder und Jugendlichen erschüttert, die auf dem Weg zur angrenzenden Schule waren. Sie lässt auch die Mitglieder unseres Netzwerks erschüttert zurück.

Obdachlose Menschen werden aufgrund ihrer Lebenssituation besonders häufig Opfer von Körperverletzung bis hin zu tödlicher Gewalt. Sie sind von obdachlosenfeindlichen, rassistischen und queerfeindlichen Abwertungen betroffen.

Wir fordern die Ermittlungsbehörden auf, zu prüfen, ob auch in diesem Fall obdachlosenfeindliche und rassistische Motive eine Rolle spielten. Faktoren wie das Verfolgen zu mehreren Personen und die enthemmte Art der Tat legen nahe, dass es sich um ein Hassverbrechen handeln könnte.

Wir distanzieren uns von extrem rechten Versuchen, den Vorfall zu instrumentalisieren.

Das Netzwerk Reinickendorf Aktiv für Demokratie und Vielfalt möchte sich außerdem gerne mit Angehörigen des Verstorbenen vernetzen und bittet diese, sich beim Netzwerk zu melden.

Kontakt:

info@reinickendorf-aktiv.de